1968 – Die globale Revolte

1968 – ein Jahr, das sich als Synonym für die größte globale Jugendprotestbewegung des 20. Jahrhunderts in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat. Ob in San Francisco, Tokio, Paris, Prag, Sao Paulo, Algier, Berlin oder London. Überall auf der Welt protestierten junge Menschen gegen festgefahrene gesellschaftliche Strukturen und Unterdrückung.


1968 – Die globale Revolte

Zum 50-jährigen Jubiläum dieses Protestjahrs betrachtet die TV-Serie „1968 – Die globale Revolte“ das Jahr 1968 als Wendepunkt eines Jahrzehnts, das die Welt verändert hat und bis heute prägt. Der zeitliche Rahmen für die zweiteilige Serie ist der Kriegseintritt der USA in den Vietnamkrieg bis zum Rückzug der amerikanischen Truppen im Jahr 1975.

Die Schockwelle, die der Kriegseintritt der USA rund um den Globus ausgelöst hat, wird in der Reihe erstmals aus unterschiedlichen nationalen Perspektiven erzählt und fügt sich so zu einem globalen Bild der 68er-Bewegung zusammen: von den USA bis Vietnam, von Japan bis Deutschland, Brasilien, Frankreich, Mexiko, China und in den Kongo. So unterschiedlich die Protestbewegungen waren, so hatten sie doch eine gemeinsame Protestkultur, die sich durch alle Bereiche des Lebens zog: Flower Power, Musik und Drogen waren ebenso Teil des Protests wie friedliche Demonstrationen und brutale Gewalt und Gegengewalt.

Die Serie beleuchtet die Protestepoche aus der Perspektive dreier Generationen: die der Zeitzeugen wie Dilma Roussef (ehemalige brasilianische Präsidentin, die in den 60er Jahren im Untergrund gegen die Militärdiktatur kämpfte), Antonio Negri, dem wichtigen Theoretiker der radikalen Linken; oder wie der US-amerikanische Journalist Greil Marcus, der die Proteste aus popkultureller Perspektive reflektiert. Auch die Kinder der 68er kommen in der Serie zu Wort, bspw. der deutsche Philosoph Richard David Precht oder die 1956 geborene US-amerikanische Feministin und Philosophin Judith Butler.

Die Enkelgeneration der 68er-Aktivisten, die heute eigene Formen des Protests gefunden hat, bewertet die Errungenschaften der 68er-Bewegung frei von Nostalgie: Susanne Neubronner, Greenpeace-Sprecherin in Deutschland, Janaya Khan, Mitbegründerin der Black Lives Matter Bewegung in Kanada, oder der Japaner Aki Okuda, der eine neue Generation von protestierenden japanischen Jugendlichen anführt. Sie alle erzählen die Geschichte der 1968er Jahre aus ihrer lokalen und nationalen Perspektive heraus und zeichnen damit zugleich das detailreiche Bild eines globalen Protest-Zeitgeistes, der sich auch dank des neuen Massenkommunikationsmittels Fernsehen wie ein Lauffeuer über den Globus verbreitete.

Koproduktion

Artline Films Grifa Filmes Arte G.E.I.L.E. ZDF Logo NHK Canal Curta ORF RTS DR histoire

Kooperation

Arte

Förderer

Creative Europe MEDIA CNC ancine Ancine FSA BRDE
  • Premiere 1968 – Die globale Revolte

    Institut Francais Berlin, Saal Boris Vian - Berlin
    07. Mai 2018 um 19:00 Uhr

  • 1968 - Die globale Revolte - Die Welle (Folge 01)

    arte
    22. Mai 2018 um 20:15 Uhr

  • 1968 – Die globale Revolte - Die Explosion (Folge 2)

    arte
    22. Mai 2018 um 21:45 Uhr

  • 1968 – Die globale Revolte – Die Welle (Folge 1)

    arte
    29. Mai 2018 um 09:45 Uhr

  • 1968 - Die globale Revolte - Die Welle (Folge 01)

    arte
    10. Juni 2018 um 01:20 Uhr

  • 1968 – Die globale Revolte – Die Exploasion (Folge 2)

    arte
    30. Juli 2018 um 09:45 Uhr