Die Akte Pasolini

In der Nacht zum 2. November 1975 wird vor den Toren Roms der italienische Filmregisseur und Schriftsteller Pier Paolo Pasolini auf brutalste Art und Weise ermordet. Trotz zahlreicher Widersprüche in den Aussagen des Tatverdächtigen wird der Fall schnell zu den Akten gelegt. Auch die wiederholte Aufnahme des Prozesses hat bis heute keine Aufklärung über den Mord an einem der wichtigsten Intellektuellen Italiens geführt. Die AKTE PASOLINI untersucht die Umstände der Ermordung Pasolinis vom heutigen Stand des Wissens neu und zeichnet so ein spannendes wie düsteres Bild Italiens im 20. Jahrhundert.

Ein Film über die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft und eine Hommage an das Leben und Werk Pier Paolo Pasolinis.

News

  • 09/2013 - "Die Akte Pasolini" feiert Premiere im Babylon Berlin

    Der Premierenrausch geht weiter: Am 02. Oktober feiert „Die Akte Pasolini“, eine weitere Folge der Reihe „Die Kulturakte“, Premiere im [...]

    Der Premierenrausch geht weiter: Am 02. Oktober feiert „Die Akte Pasolini“, eine weitere Folge der Reihe „Die Kulturakte“, Premiere im Kino Babylon Berlin, in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Pichler und Team. Wer Pier Paolo Pasolini auf der Kinoleinwand erleben möchte, der sei herzlich eingeladen ins Babylon Berlin zu kommen. Los geht es um 20.00 Uhr, Karten gibt es an der Abendkasse.

    Babylon Berlin


  • 10/2013 - "Die Akte Pasolini" nur noch heute in der ARTE Mediathek

    Letzte Chance unseren Dokumentarfilm „Die Akte Pasolini“ in der ARTE Mediathek zu sehen: nur noch bis heute Abend!

    Letzte Chance unseren Dokumentarfilm "Die Akte Pasolini" in der ARTE Mediathek zu sehen: nur noch bis heute Abend!

    "Die Akte Pasolini" auf Arte+7


  • 10/2013 - "Die Akte Pasolini" heute auf Arte

    Heute Abend feiert unser Dokumentarfilm „Die Akte Paolini“ TV-Premiere. Um 22:45 Uhr auf Arte geht die Reihe „Die Kulturakte“ somit [...]

    Heute Abend feiert unser Dokumentarfilm "Die Akte Paolini" TV-Premiere. Um 22:45 Uhr auf Arte geht die Reihe "Die Kulturakte" somit in die zweite Runde. Der Film von Andreas Pichler widmet sich dem ungeklärten Mord an einem der wichtigsten Intellektuellen Italiens - Pier Paolo Pasolini - aus heutiger Sicht.


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    Die Akte Tschaikowsky - Bekenntnisse eines Komponisten

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Die Akte Pasolini

In der Nacht zum 2. November 1975 wird vor den Toren Roms der italienische Filmregisseur und Schriftsteller Pier Paolo Pasolini auf brutalste Art und Weise ermordet. Trotz zahlreicher Widersprüche in den Aussagen wird der 17-jährige Stricher Pino Pelosi zur Höchststrafe verurteilt. Jahrzehnte später zieht Pelosi seine Aussage zurück und im Jahr 2010 wird der Prozess wieder aufgenommen. Wie ist es möglich, dass der Mord an Italiens weltberühmten Filmemacher bis heute nicht gelöst wurde? Warum wurde vielen Hinweisen und Spuren nie nachgegangen? Und warum musste Pasolini sterben?

DIE AKTE PASOLINI untersucht die Umstände der Ermordung Pasolinis vom heutigen Stand des Wissens neu und zeichnet so ein spannendes wie düsteres Bild Italiens im 20. Jahrhundert. Pasolini war Anfang der 70er Jahre zur provokantesten und unbequemsten Stimme Italiens geworden, mit einer Öffentlichkeit, die man sich heute nicht mehr vorstellen kann. Mit seinen Arbeiten schockierte er immer wieder die italienische Öffentlichkeit und kratzte an den moralischen Konventionen des Landes. Hatte sich Pasolini mit seinen politisch-brisanten Texten und gesellschaftskritischen Filmen im Laufe der Zeit zu viele Feinde geschaffen?

Neben den engen Pasolini-Vertrauten Dacia Maraini, dem Soziologen Peter Kammerer, Pasolinis Cousin Nico Naldini und der Literaturwissenschaftlerin Barbara Castaldo, kommt u.a. auch der Anwalt und Universitätsprofessor Guido Calvi zu Wort. Er hat maßgeblich für die Wiederaufnahme des Prozesses gesorgt und ist überzeugt, dass politische Motive hinter der Ermordung Pasolinis stecken.

Mit Textbeispielen und Filmzitaten aus dem reichhaltigen Werk Pasolinis wird das Profil eines Künstlers sichtbar, der heute schon deshalb aktuell und brisant geblieben ist, weil sich viele seiner Prophezeiungen und Analysen auf erschreckende Weise bewahrheitet haben: von den Hintermännern der Bombenanschlägen der „Bleiernen Jahre“ im Geheimdienst, über den zunehmenden Einfluss der Mafia auf die Politik, dem Aufstieg Silvio Berlusconis bis hin zum Zusammenbruch des politischen Systems Anfang der 1990er Jahre.

Abgerundet wird der Film von kunstvollen Animationen von Ali Soozandeh („The Green Wave“), die Pasolini bei seinen täglichen Streifzügen quer durch die Stadt zeigen und seinen letzten Tag rekonstruieren.

Ein Film über die Rolle des Intellektuellen in der Gesellschaft und eine Hommage an das Leben und Werk von Pier Paolo Pasolini.

Der Kulturkrimi DIE AKTE PASOLINI ist Teil der dreiteiligen Reihe „Die Kulturakte“, die Hochkultur neuartig und für ein breites Publikum erzählt.

Regie: Andreas Pichler
Buch: Karlotta Ehrenberg, Andreas Pichler
Kamera: Marco Pasquini, Jürgen Rehberg
Kameraassistenz: Jens Mattner, Hannes Sternkiker, Falco Seliger
Editing & Sounddesign: Johannes Hiroshi Nakajima
Animationen: Ali Soozandeh, Angel Rams, Marze
Oberbeleuchter: Martin Handrow
Beleuchter: Thomas Thiele, Artjom Antipin
Kamerabühne: Hagen Raeder
Ausstattung: Marc-Oliver Lau
Requisite: Jeremias Urban, Alexander Endrullat, Martin Junghans, Dominique Kirsch
Maske: Chistin Läßig
Ton: Oliver Stahn
Aufnahmeleitung: Tom Kretschmar
Technische Leitung: Philipp Weigold
Sprecher: Anne Moll, Bernhard Schütz
Producer: Georg Tschurtschenthaler, Eva Schelenbeck
Herstellungsleitung: Kathrin Isberner
Produktionsleitung: Nick Pastucha
Produktionsassistenz: Anique Roelfsema, Rina Ringl, Luca Mandrile, Anna Blässer, Claire Roggan
Archivrecherche: Eva Schellenbeck, Luca Riccardi, Anique Roelfsema
Filmgeschäftsführung: Sandra Zentgraf
Produzent/Formatidee: Christian Beetz
Redaktion: Martin Pieper

Koproduktion

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Förderer

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  • Berliner Zeitung, 15. Oktober 2013 (Torsten Wahl)

    "Dem Film von Andreas Pichler gelingt es, den Menschen hinter dem ewigen Provokateur Pasolini zu zeigen und zugleich Interesse an dessen Werk zu wecken […]"

  • Der Tagesspiegel, 15. Oktober 2013 (Thomas Gehringer)

    "Die Kriminalgeschichte bildet in Andreas Pichlers Doku den Rahmen für ein Porträt des unbequemen Autors und Filmemachers, das durch zwei Pasolini-Filme [...] ergänzt wird. […] Pasolini-Texte aus dem Off, Fotos und Filmausschnitte runden das Bild ab, das auch ein Bild vom zeitgenössischen Italien ist."