#kunstjagd

Ein Bildnis, das über 30 Menschenleben rettete und seit fast acht Jahrzehnten verschwunden ist. Ein Fluchtkunst-Fall, der aus der Gegenwart mitten hinein führt in die deutsche Vergangenheit. Eine transmediale Spurensuche, die Zuschauer, Zuhörer und Leser zum Teil der Recherche macht. Das ist: Die #kunstjagd.

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News

  • 11/2015 - #kunstjagd feiert am 19.11.15 Premiere im Jüdischen Museum München

    Ein Gemälde, dem über 30 Menschen ihr Leben verdanken und das seit fast 80 Jahren verschollen ist. Ein Fluchtkunst-Fall, der [...]

    Ein Gemälde, dem über 30 Menschen ihr Leben verdanken und das seit fast 80 Jahren verschollen ist. Ein Fluchtkunst-Fall, der aus der Gegenwart mitten hinein führt in die deutsche Vergangenheit. Eine transmediale Spurensuche, an der sich jeder beteiligen kann. Zwei Busse, drei Länder, vier Reporter, sechs Wochen Zeit. Und über 1000 Menschen, die über den Nachrichtendienst Whatsapp mitgefiebert, Hinweise geliefert und diskutiert haben. Der Film ist nun das Finale dieser Suche. Die Premiere des Films feiern wir am 19. November ab 19 Uhr. Der Abend eröffnet gleichzeitig eine Ausstellung im Jüdischen Museum, für die der Zeitzeuge und Protagonist Edward Engelberg sein Schwestergemälde zur Verfügung stellt. Außerdem freuen wir uns über die Anwesenheit seines Sohns Stephen Engelberg (Pulitzer-Preisträger und Chefredakteur von ProPublica, dem renommierten Non-Profit Newsroom für investigativen Journalismus). Die Dokumentation wird am 26. November um 22:30 Uhr im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt. Eine produktion der gebrueder beetz filmproduktion und Follow The Money, in Koproduktion mit dem BR und dem ORF, in Zusammenarbeit mit dem SRF

    Details und Podcast


  • 11/2015 - #kunstjagd für Deutschen Reporterpreis 2015 nominiert

    Großartige Neuigkeiten für unsere transmediale Spurensuche nach einem verschollenen Bild, das 30 Leben rettete: „#kunstjagd“ ist für den Deutschen Reporterpreis [...]

    Großartige Neuigkeiten für unsere transmediale Spurensuche nach einem verschollenen Bild, das 30 Leben rettete: "#kunstjagd" ist für den Deutschen Reporterpreis 2015 in der Kategorie "Innovation" nominiert. Durch das crossmediale Konzept der Dokumentation konnten sich über 1000 Menschen per Whatsapp direkt an der Suche nach dem Gemälde beteiligen, Hinweise geben und mitdiskutieren. Die Premiere des Films feiern wir am 19. November um 19 Uhr im Jüdischen Museum München. Am 26. November um 22:30 Uhr ist die Dokumentation auch im Bayerischen Rundfunk zu sehen.



#kunstjagd

Ein Bildnis, das über 30 Menschenleben rettete und seit fast acht Jahrzehnten verschwunden ist. Ein Fluchtkunst-Fall, der aus der Gegenwart mitten hinein führt in die deutsche Vergangenheit. Eine transmediale Spurensuche, die Zuschauer, Zuhörer und Leser zum Teil der Recherche macht. Das ist: #kunstjagd.

Wenn die Familie Engelberg sich heute bei Großvater Edward in Portland, Oregon, versammelt, dann sitzen sie zusammen im Wohnzimmer und blicken auf das Gemälde, das sie nur „unsere Mona Lisa“ nennen. Eigentlich müssten dort zwei Gemälde aus derselben Serie hängen, aber das zweite ist nicht mehr im Besitz der Familie. Es ist der Grund, dass sie überhaupt am Leben sind, die vier Generationen der Engelbergs, mehr als 30 Menschen.

München 1938: Am Morgen nach der Reichspogromnacht verschleppt die Gestapo den jüdischen Kaufmann Jakob Engelberg ins KZ Dachau. Zwei Wochen nach der Verhaftung ihres Mannes nimmt Paula Engelberg eines der beiden Gemälde von der Wand und verlässt die Wohnung. Am selben Tag kommt sie mit einem Visum für die Schweiz zurück. Mit ihm erreicht sie bei der Gestapo, dass ihr Mann aus dem KZ frei kommt. Mit ihren Kindern fliehen die Engelbergs über die Schweiz in die USA. Sie sind in Sicherheit. Aber was wurde aus dem lebensrettenden Gemälde? Wo steckt es heute, fast 80 Jahre später?

Das Gemälde der Engelbergs steht dabei stellvertretend für Millionen anderer Wert- und Kunstgegenstände, die während des Nationalsozialismus unter Verfolgungsdruck oder durch Raub den Besitzer wechselten. Und damit für den Themenkomplex Raub- bzw. Fluchtkunst, der spätestens mit dem Fall Gurlitt neue Beachtung erhalten hat. Das Schicksal der Engelbergs und ihrer „Mona Lisa“ dient dazu, den vermeintlich weit zurück liegenden, größten Kunstraub der Geschichte zu personalisieren. Und um klar zu machen: Die Dinge sind unter uns!

Am 21. Mai 2015 hat unsere sechswöchige Suche nach dem Gemälde und dem Visum begonnen. Jeden Fort- und Rückschritt haben wir auf www.kunstjagd.com dokumentiert. Nun ist unsere Recherche abgeschlossen. Ist das Rätsel gelöst? Absolute Gewissheit werden wir nie haben. Doch Edwards Erinnerungen sprechen ganz dafür! Über 700 Whatsapp-Abonnenten haben sich beteiligt und wertvolle Hinweise geliefert. In den sozialen Netzen hat das Publikum eifrig mitgefiebert. Die Höhepunkte der Kunstjagd sind nun zu einem 43-minütigen Film geworden, der die Geschichte der „jüdischen Mona Lisa“ und unserer abenteuerlichen Recherche-Reise erzählt.

www.kunstjagd.com

Playlist auf Soundcloud

 

Ein Film von und mit: Christian Salewski, Carolyn Braun, Fredy Gareis und Marcus Pfeil
Kamera: Jakob Stark
Zweite Kamera: Rob Finch
Ton: Johannes Hampel
Schnitt: Christian R. Timmann
Schnittregie: Zora Nessl
Leitung Postproduktion & Farbkorrektur: Philipp Weigold
Schnittassistenz: Leonard Israel
Animationen: Uta Röttgers
Musik: Berend Intelmann & Benjamin Schlez
Mischtonmeister: Jörg Höhne
Herstellungsleitung: Kathrin Isberner
Produktionsleitung: Anique Roelfsema
Producer: Georg Tschurtschenthaler
Assistenz Redaktion: Nina Hölzl
Produzent: Christian Beetz
Redaktion: Sabine Scharnagl (BR), Bettina Hausler (BR), Siegfried Steinlechner (ORF), Anita Hugi (SRF)

Koproduktion

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Kooperation

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Förderer

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  • #kunstjagd

    ORF
    09. November 2015 um 23:15 Uhr

  • #kunstjagd

    ORF2
    09. November 2015 um 23:15 Uhr

  • #kunstjagd

    BR
    26. November 2015 um 22:30 Uhr

  • #Kunstjagd Wo steckt das verschollene Gemälde?

    BR
    27. November 2015 um 03:15 Uhr

  • #kunstjagd

    SRF 1
    29. November 2015 um 23:25 Uhr