Ein Apartment in Berlin

Es gibt zahlreiche Gründe warum heutzutage immer mehr junge Israelis nach Berlin ziehen: weltstädtische und internationale Atmosphäre, niedrige Lebenshaltungskosten und eine gute Infrastruktur. Doch Berlin ist auch der Ort, von dem aus die Vernichtung der Juden minutiös geplant wurde. Heute suchen junge Israelis – die dritte Generation nach dem Holocaust – in Berlin nach einem Neuanfang. Welchen Platz nimmt Geschichte in ihren Überlegungen ein? Wird ihre Lebenswelt davon berührt? Drei von ihnen wollen herausfinden, was die Auseinandersetzung mit einem konkreten Familienschicksal in ihnen auslöst. Sie begeben sich auf eine Zeitreise und werden die Originalwohnung einer deportierten jüdischen Familie in Berlin wieder so einrichten, wie sie einmal ausgesehen haben könnte.

News

  • 02/2014 - "Ein Apartment in Berlin" bei Stranger Than Fiction 2014

    Im Rahmen des Dokumentarfilmfestes STRANGER THAN FICTION wird am 16. Februar um 17:00 Uhr im Cinema Münster “Ein Apartment in [...]

    Im Rahmen des Dokumentarfilmfestes STRANGER THAN FICTION wird am 16. Februar um 17:00 Uhr im Cinema Münster "Ein Apartment in Berlin" gezeigt. Regisseurin Alice Agneskirchner begibt sich mit drei jungen Israelis auf Spurensuche in Berlin und setzt sich mit ihrer gemeinsamen jüdisch-deutschen Vergangenheit auseinander. STRANGER THAN FICTION ermöglicht 2014 zum 16. Mal einen vielschichtigen Einblick in das internationale und regionale Dokumentarfilmschaffen.

    Programm Cinema Münster
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    Stranger Than Fiction


  • 04/2014 - Mit einem Triple + einer Premierenparty auf dem DOK.fest München

    Getreu dem Motto aller guten Dinge sind drei, freuen wir uns, dass gleich drei unserer aktuellen Produktionen auf dem DOK.fest [...]

    Getreu dem Motto aller guten Dinge sind drei, freuen wir uns, dass gleich drei unserer aktuellen Produktionen auf dem DOK.fest München gezeigt werden: "Bevor der letzte Vorhang fällt", "Madiba: Das Vermächtnis des Nelson Mandela" und "Ein Apartment in Berlin". Thematisch geht es von alternden Transvestiten, über eine entzaubernde Reflexion des Werkes Mandelas, bis hin zu drei jungen Israelis in Berlin. Allen voran freuen wir uns besonders über die Deutschlandpremiere unserer neuesten Produktion "Bevor der letzte Vorhang fällt" am 8. Mai um 20.30 Uhr im Rio 1 des Festivals. Die Premierenfeier findet am 8. Mai um 22 Uhr im GLAM CLUB, Theklastraße 1, 86469 München statt. Das DOK.fest München findet vom 7.-14.Mai zum 29. Mal statt. Letztes Jahr waren rund 20.500 Besucher vor Ort. Somit ist das Festival das größte für Langfilme in Deutschland.

    Festivalseite vom DOK.fest München
    Tickets für das DOK.fest München
    Alle Informationen zu "Bevor der letzte Vorhang fällt"
    Alle Informationen zu "Madiba: Das Vermächtnis des Nelson Mandela"
    Alle Informationen zu "Ein Apartment in Berlin"


  • 03/2014 - "Ein Apartment in Berlin" beim 29. Internationalen DOK.fest München

    Gute Nachrichten aus München: unsere Dokumentation “Ein Apartment in Berlin” wurde beim 29. Internationalen Dokumentarfilmfestival angenommen und wird dort im [...]

    Gute Nachrichten aus München: unsere Dokumentation "Ein Apartment in Berlin" wurde beim 29. Internationalen Dokumentarfilmfestival angenommen und wird dort im Mai gezeigt. Regisseurin Alice Agneskirchner hat sich und drei junge Israelis mit ihrer gemeinsamen jüdisch-deutschen Vergangenheit konfrontiert und einen Film geschaffen mit einer überraschenden, unerwarteten Wendung. Das DOK.fest München hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem renommierten Publikumsfestival entwickelt, das sich ausschließlich dem gesellschaftlich relevanten und künstlerisch wertvollen Dokumentarfilm verpflichtet fühlt.

    DOK.fest München
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Ein Apartment in Berlin

Eyal, Yael und Yoav sind drei junge Israelis in Berlin. Im Film lernen wir sie kennen und finden heraus, dass sie aus völlig unterschiedlichen Gründen nach Berlin gekommen sind. Einer wollte der schwierigen politischen Lage Israels entkommen, die andere brach mit ihrer orthodoxen Familie und der letzte suchte eine berufliche Herausforderung. Mehr und mehr junge Israelis kommen nach Berlin. Inzwischen schätzt man, dass etwa 20.000 hier leben. Sie sind die dritte Generation nach dem Holocaust. Viele ihrer Familiengeschichten wurden vom Nationalsozialismus geprägt.

Vor über hundert Jahren, 1905, kamen Simon und Rose Adler aus Galizien nach Berlin, um eine bessere Zukunft für sich zu erarbeiten. Mehrere Monate befasste sich Regisseurin Alice Agneskirchner mit der Geschichte dieser Eierhändler-Familie und las NS-Akten. Vor ihrer Deportation mussten Simon und Rosa Adler ihren Besitz akribisch in einem Vermögensverwertungsprotokoll eintragen, der anschließend an Deutsche zwangsversteigert wurde. Eyal, Yael und Yoav versuchen anhand dieses Protokolls die Originalwohnung der Adlers in Berlin Prenzlauer Berg möglichst authentisch einzurichten. So setzen sie sich mit dem Schicksal der Familie und ihrem Leben auseinander.

Während sie die Akten nach Informationen durchforsten, nimmt der Film eine überraschende Wendung ein. In einer kritischen Auseinandersetzung mit der Filmemacherin wird deutlich: auch wenn die jungen Israelis untrennbar mit ihrer Vergangenheit verbunden sind, so wollen sie keine Repräsentanten der Geschichte sein. Sie wollen oder können sich nicht emotional auf die Geschichte der Holocaust-Opfer einlassen. Eine Verbindung zu ihrem heutigen Leben herzustellen scheint ihnen unmöglich, sie wollen sich von diesem Erbe emanzipieren und ihre eigene Identität finden.

Auf welche Weise wird der Holocaust heute erinnert – von den Deutschen wie den Israelis?

Die historische Wohnung der Familie Adler wird somit zur aktuellen Diskussions- und Begegnungsstätte. Der Film, der als Reise der jungen Israelis in die Vergangenheit geplant war, wird für alle Beteiligten zu einer vielschichtigen und unerwarteten Erfahrung. Verbunden durch die Vergangenheit, das alte jüdische Leben, entwickeln die Regisseurin und die jungen Israelis Verständnis für die gegenseitigen Positionen und finden einen neuen Umgang miteinander im Heute.

Regie: Alice Agneskirchner
Kamera: Jan Zabeil
Ton: Manuel Zimmer
Schnitt: Melanie Margalith
Musik: Maciej Siedziecki
Ausstattung: Marc-Oliver Lau
Producer: Kerstin Meyer-Beetz
Herstellungsleitung: Kathrin Isberner
Produktionsleitung: Nick Pastucha
Redaktionsassistentin: Céline Deligny
Produktionsassistentin: Anique Roelfsema, Franziska Krüger, Veronika Greskamp
Produzent: Christian Beetz
Redaktion: Rolf Bergmann(rbb), Udo Bremer (3Sat)

Koproduktion

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Förderer

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  • Ein Apartment in Berlin

    Zeughauskino, Deutsches Historisches Museum - Berlin
    26. August 2013 um 19:30 Uhr

  • Apartment in Berlin

    3Sat
    31. August 2013 um 22:15 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Leipzig Screening, Passage Kinos Filmeck - Leipzig
    28. Oktober 2013 um 14:30 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    rbb
    05. November 2013 um 23:30 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    rbb
    05. November 2013 um 23:30 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Aula der Kunsthochschule für Medien (KHM) - Köln
    29. Januar 2014 um 19:00 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Film & Gespräch, Kino Endstation - Bochum
    30. Januar 2014 um 19:00 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Cinema & Kurbelkiste - Münster
    16. Februar 2014 um 17:00 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    ZDF Kultur
    12. März 2014 um 22:15 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    ZDF Kultur
    13. März 2014 um 02:40 Uhr

  • An Apartment in Berlin

    Portland Museum of Art, Railroad Square & Frontier - Maine Jewish FF - Maine
    23. März 2014 um 12:30 Uhr

  • An Apartment in Berlin

    The Strand - Maine Jewish FF - Maine
    24. März 2014 um 13:00 Uhr

  • An Apartment in Berlin

    Columbia University - New York - Annual World Convention of the Association for the Study of Nationalities (ASN)
    24. April 2014 um 00:00 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Filmmuseum - DOK.fest München
    13. Mai 2014 um 21:00 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Ishia Film Festival - Italien
    03. Juli 2014 um 00:00 Uhr

  • Ein Apartment in Berlin

    Castello Aragonese - Ischia Film Festival - Italien
    03. Juli 2014 um 21:40 Uhr