Im Inneren des Mossad (AT)

Kaum ein Geheimdienst verfügt über so viel Prestige wie er und ist so umwoben von Geheimnissen. Seine Geschichte verdichtet sich zu einem Mythos, der es kaum ermöglicht Realität und Fiktion voneinander zu trennen und zu erkennen, wo dieser Mythos endet und die Wirklichkeit beginnt. Sicher ist das Ziel all seines Handelns: Die Sicherung der Juden vor einem zweiten Holocaust. Ein Blick in das Innere des Mossad.


Im Inneren des Mossad (AT)

Kaum ein Geheimdienst verfügt über so viel Prestige wie er und ist so umwoben von Geheimnissen. Seine Geschichte verdichtet sich zu einem Mythos, der es kaum ermöglicht Realität und Fiktion voneinander zu trennen und zu erkennen, wo dieser Mythos endet und die Wirklichkeit beginnt. Sicher ist das Ziel all seines Handelns: Die Sicherung der Juden vor einem zweiten Holocaust. Ein Blick in das Innere des Mossad.

Was immer wir über den Mossad zu wissen glauben, erscheint als Konglomerat aus einer endlosen Kette von Verschwörungstheorien, Spekulationen und unbelegten Medienberichten mit anonymen Quellen. Über die Mossad-Agenten ist im Grunde nichts bekannt. Die Agenten sind zumeist auf sich gestellt, tragen große Risiken und erhalten nur eine geringe Honorierung.

„Im Inneren des Mossad“ rückt sie in den Fokus. Der Film zeichnet ein intimes Portrait von einem Leben, das sich in Schattenwelten abspielt, ganz und gar im Dienst einer Mission steht und von dem die Öffentlichkeit nichts erfährt. Die Zeugenaussagen dreier ehemaliger Mossad- Agenten und hochrangiger Mitarbeiter dienen uns als Ariadnefaden durch die undurchsichtige Welt des israelischen Geheimdienstes. Aus ihrer subjektiven Perspektive erleben wir nochmals berüchtigte Operationen von hoher Geheimhhaltungsstufe, die jeweils epochale Auswirkungen nach sich zogen. Bekannte und bis heute relevante zeitgeschichtliche Ereignisse wie die Islamische Revolution im Iran erscheinen in einem neuen Licht. Der Film verwebt die persönlichen Geschichten der Agenten mit dem geopolitischen Kontext, in denen Strategie und Zielsetzung ihrer Operationen deutlich werden. Durch die Mischung aus illustrierenden Spielsequenzen, Archivmaterial und den intimen Einblicken in das subjektive Erleben der Agenten kreiert der Film ein einmaliges Gefühl: Wir sind hautnah dabei im Moment der Wahrheit, an dem Rechenschaft abgelegt wird.

Der Film legt Gefühlswelten und Denkstrukturen des Mossad und seiner Protagonisten offen: Ihren Glauben an das Gelingen und große Wichtigkeit ihrer Mission. Und den ideologischen Überbau, mit dem sie ihr Handeln legitimieren. Der Film wirft die Fragen auf: Wer sind diese Menschen und was ist ihre Motivation? Welche Auswirkungen hat ihr Handeln? Und zahlten die ausführenden Agenten einen Preis, den sie erst heute in der Retrospektive erkennen?

Mit den unterschiedlichen Operationen wird jeweils ein geopolitischer Kontext sowie einer der zentralen Strategien des Mossad beleuchtet. Konkret ist das erstens die Eine-Hand-wäscht-die- andere-Politik der Kollaboration mit Regimes des Mittleren Ostens. Beispiele die Iran-Politik vor 1979, die Zusammenarbeit mit dem irakischen Kurdistan gegen Saddam Hussein oder die heutige Kollaboration mit Saudi Arabien. Zweitens das Verüben von Präventivschlägen gegen regionale Milizen, Waffenlager und Waffenzulieferer. Und drittens die Durchführungen gezielter Tötungen.

Indem der Film die Erfahrungen der Agenten, ihre mentale Vorbereitung, ihre inneren Ängste und moralische Dilemma offenlegt, diskutiert er die Frage: Entspricht der Mossad wirklich dem Mythos, der ihn umgibt? Und zu welchem Anteil wird die Weltgeschichte von Geheimagenten geschrieben, deren Namen wir nie erfahren werden.

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