Leningrad Symphony

In den dunkelsten Stunden der Leningrad Blockade sendet der Radio-Producer Babushkin mit seinem Programm einen Hoffnungsschimmer an die Leningrader. Er erteilt dem Dirigenten Karl Eliasberg den unglaublichen Auftrag: Umgeben von Hunger, Kälte und Tod soll dieser Shostakovichs 7. Sinfonie aufführen. Gegen alle Widerstände gelingt ihnen das Unmögliche und die Klänge der „Leningrader“ bahnen sich ihren Weg durch die Stadt bis zu den Stellungen der Deutschen.


Leningrad Symphony

Im Sommer 1941 genießt Olga, 17-jährige Erzieherin in einem Waisenhaus, ihr von Musik und Theater geprägtes Leben im traumhaft schönen Leningrad. Doch schon wenige Wochen später steht die deutsche Wehrmacht, unter ihnen Unteroffizier Buff, vor den Toren der Stadt und schließt einen Blockadering. Während der 872 Tage andauernden Blockade Leningrads werden über eine Million Zivilisten den Tod finden. Trost finden die Menschen in der Musik von Karl Eliasberg, der jeden Tag mit seinem Rundfunkorchester versucht, gegen den grausamen Alltag anzuspielen und den Menschen seine Musik über das Radio in die Wohnzimmer bringt. Doch sein Orchester stirbt ihm weg, durch Hunger und Bomben. Gerade als Eliasberg verzweifelt aufhören will, bekommt er den Auftrag seines Lebens. Er soll die 7.Symphonie von Dimitri Schostakowitsch aufführen. Als Zeichen des Widerstands soll dieses extra dafür komponierte Werk den Deutschen und der Welt zeigen, dass Leningrad nicht aufgibt. Dadurch werden Dimitri Schostakowitsch, der eigentlich täglich mit seiner Verhaftung durch den sowjetischen Geheimdienst rechnet, und auch Carl Eliasberg gezwungen, Instrumente der Propaganda- Maschine des Diktators Stalin zu sein. Das ist die andere Seite der Medaille…

Der deutsche Unteroffizier Wolfgang Buff verzweifelt in dieser Zeit zunehmend an der Grausamkeit der Ostfront. „Leningrad soll verhungern“ sagt Hitler ganz öffentlich in einer Rede. Der gläubige Christ Buff ist erschüttert, mit welch rücksichtsloser Härte gekämpft wird und hinterfragt in seinen Tagebuchaufzeichnungen immer mehr sein Tun.

Die Stadt verwandelt sich in eine Hölle aus Hunger, Kälte und Tod. Olga kämpft um das nackte Überleben ihrer Familie, ihrer Waisenkinder und ihr eigenes. Die Situation in der Stadt wird immer unerträglicher. Obwohl Eliasberg noch nicht einmal die fertige Partitur hat, muss er alle Kräfte mobilisieren, um überhaupt ein Orchester zusammen zu stellen. Er geht von Haus zu Haus um Menschen zu finden, die noch die Kraft haben, ein Musikinstrument spielen zu können. Der Druck ist enorm, denn nicht nur, dass er sich künstlerisch und moralisch verpflichtet fühlt, auch muss er um sein Leben bangen, sollte er mit seiner Mission scheitern und das Stalin Regime enttäuschen. Als die vollständige und gerade erst von Schostakowitsch beendete Partitur von einem tollkühnen Flieger in die Stadt gebracht wird, gelingt Eliasberg und dem Orchester dann das schier Unmögliche: Für einen kurzen Moment hält im Sommer 1942 der Krieg inne und die Klänge der „Leningrader Sinfonie“ bahnen sich ihren Weg durch die Stadt bis hin zu den Stellungen der Deutschen.

Eindrückliche Interviews mit Zeitzeugen, einzigartige Archivaufnahmen aus dem besetzten Leningrad und aufwendig produzierte Spielszenen zeichnen so die erschütternde Geschichte einer der berühmtesten Symphonien des letzten Jahrhunderts.

Die Belagerung Leningrads war eines der größten Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs und zugleich eine große Propagandaschlacht dieser Zeit: Die Aufführung der Leningrad Symphonie gilt in Russland bis heute als ein Wendepunkt des Krieges.

„Leningrad Sinfonie“ schildert als packendes Doku-Drama diese Tragödie aus der Perspektive der Belagerten und der Belagerer und zeigt den grausamen Alltag einer Stadt, die dem Tode geweiht scheint.

Neben den Interviews mit Zeitzeugen wie Olga Kvade und Joachim Buff, (dem Bruder des Wehrmachtssoldaten), wird der Film wissenschaftlich untermauert durch Experteninterviews mit dem Historiker Prof. Dr. Sönke Neitzel und der britischen Journalistin und Schriftstellerin Anna Reid (u.a. „Leningrad: The Epic Siege of World War II, 1941-1944“).

Mercedes Müller
Markus Brandl
Matthias Bundschuh
Florian Panzner
u.v.a.

Buch: Christian Frey
Regie: Christian Frey (Doku), Carsten Gutschmidt (Szene)

Produktionsleitung: Stefan Hoffmann
Produktionsassistenz: Lilly Hartmann, Leonie Rüschoff
Produktionsbüro: Rebecca Zaubel
Filmgeschäftsführung: Sandra Zentgraf
Producer: Ira Beetz
Associate Producer: Paul Wiederhold
Redaktionsassistenz: Juliane Pohl
1. Aufnahmeleitung: Jörn Stiefermann
Regieassistenz: Mo Jäger
Set-Aufnahmeleitung: Axel Bierstedt
Set-Assistenz: Mirco Zurek
Kamera Szene: Jürgen Rehberg
Kamera Doku: Tom Bresinsky, Michael Kern, Yuri Ermolin
Kamera-Assistenz: Jens Mattner
Mat-Assistenz: Carolin Jahn, Max Rainer
Kamerabühne: Rene Zander
Ton: Thomas Funk
Tonassistenz: Evgenij Ussach
CGI: Eike Wichmann
Schnitt: Marcel Martens
Oberbeleuchter: Torsten Häfner
Beleuchter: Niko Mölter, Tobias Langhof
Szenenbild: Dennis Duis, André Barthel
Innenrequisite: Sabine Richter
Baubühne/Requisite: Marius Jacob
Kostüm: Stefanie Jauß
Kostümassistenz: Gina Jauß
Maske: Yvonne Oppermann, Ina Charanza, Kai Rudat
Produktionsfahrer: Steffen Ehlers
Musik: Nils Kacirek, Latvian National Symphony Orchestra

Produzent: Reinhardt Beetz
Redaktion: Marc Brasse (NDR), Ulrike Dotzer (NDR/Arte)
SWR, RBB, ORF, DR, NRK, LRT, LVT, Czech TV

Koproduktion

Kooperation

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