LIEBE AUF CHINESISCH

In einem Kulturraum, der das Glück der Gemeinschaft über die persönliche Erfüllung stellt, gilt ein Dasein als Single als Schande. Mit spätesten 28 Jahren hat man verheiratet zu sein. Doch für mehr und mehr gebildete Großstädter in China ist dieses Ideal unerreichbar. Die Suche nach einem geeigneten Lebenspartner wird zum Trauma.


  • Eine Bande afghanischer Nomaden-Kinder gräbt alte sowjetische Landminen aus und verkauft den explosiven Inhalt an Kinder, die in den Lapis Lazuli Minen arbeiten. Eine andere Kinderbande behält die Karawanen fest im Blick, die die blauen Edelsteine durch die unwirtlichen Berge des Pamirgebirges schmuggeln – wenn sie nicht gerade ihren Träumen nachhängen, in denen die amerikanischen Truppen ein für allemal ihr Land verlassen.

  • Wir, die Teenager! ist ein unkonventioneller historischer Film über die Erfindung des Teenagers, basierend auf dem bahnbrechenden Buch des Musik- und Jugendkulturautors Jon Savage. Der Film erzählt die Geschichte der Entstehung des Teenagers in einer einzigartigen Pop-Kollage aus Archiv, Recreations und Musik. „Wolfs Bilder sind so schön, oft so irritierend modern, dass kaum zu erkennen ist, welche nun zeitgenössisch sind und welche nachgestellt. Doch genau darin liegt die Faszination seiner Collage. Die üblichen TV-Wissenschaftler, die mit heiligem Ernst in immer gleich aussehenden Einspielern ihre Forschung erläutern, lässt der Ästhet nicht vor seine Kamera. Stattdessen mischt er Originalaufnahmen aus Dutzenden Archiven mit wirklich gelungenen Spielszenen." Süddeutsche Zeitung, 29.06.2014 „Die präzise und emotionale Dokumentation „Wir, die Teenager“ des US-amerikanischen Filmemachers Matt Wolf [...] führt den Zuschauer mit leisen, poetischen Archivfundstücken in die Anfänge der Jugendkulturen in England, Deutschland und den USA von 1875 bis 1945 zurück […] Wolfs Film ist keine romantisierende Bilderschau, sondern eine berührende Zeitcollage aus soghaften Bildern von Generationen, die um ihre Identität kämpfen, die die Balance zwischen Gemeinschaft und Individualität, zwischen Verlässlichkeit und Freiheitsdrang immer wieder neu justieren müssen." Hannoversche Allgemeine, 28.06.2014 „Die sehenswerte Arte-Doku "Wir, die Teenager" erzählt, wie einst die Jugend entdeckt wurde." TV Spielfilm, 29.06.2014 „All diese unterschiedlichen Formen des Aufbegehrens, die gleichzeitig auf der ganzen Welt stattgefunden haben, porträtiert Matt Wolf in seiner einfühlsamen Dokumentation und beschreibt den jahrzehntelangen Kampf der Jugend um Anerkennung und Eigenständigkeit. […] Es ist eine überaus interessante Zeitreise, die dem Ursprung eines Lebensabschnittes nachgeht, der für uns heute so selbstverständlich ist." Wiener Zeitung, 29.06.2014

  • Wagner, Pasolini, Beethoven oder Zarah Leander – wir glauben, wir wüssten alles, was es zu wissen gibt über Leben, Tod und künstlerisches Schaffen dieser Ikonen der europäischen Kulturgeschichte. Doch kennen wir wirklich die Wahrheiten hinter ihren legendären Biographien? Wir nehmen den User mit auf eine kriminologische Reise zu deren dunkler Seite. „Die Kulturakte-App“ ist entworfen in der Art einer Graphic Novel und als Rich Media eBook angelegt. Die App selbst besteht aus einer Vielzahl verschiedener Medienformate, u. a. Minigames, interaktiven Animationen, Teilen der TV-Serie, Texten und Musik. Die ausgeklügelte Kombination dieser Elemente bildet ein neuartiges wie unterhaltsames Nutzererlebnis und wird so zu einem innovativen Kulturformat.

  • LIEBE AUF CHINESISCH

    Die chinesische Sprache basiert bekanntlicherweise auf Schriftzeichen. Moderne Begriffe werden im Chinesischen aus alten Zeichen zusammengesetzt – so heißt zum Beispiel Computer ‚diànzi jìsuànji‘ und wörtlich übersetzt nichts anderes als ‚elektrisches Gehirn‘. Interessanterweise setzt sich das chinesische Schriftzeichen für Familie ‚jià‘ aus den sogenannten Radikalen ‚shi‘ Schwein und ‚mian‘ Dach zusammen. Eine Familie in der chinesischen Übersetzung bedeutet also wortwörtlich ‚Schwein unterm Dach.‘

    Doch wie bringt man im heutigen China eben dieses Schwein unters Dach? Für immer mehr junge Chinesen Mitte zwanzig entwickelt sich die Gründung einer Fa- milie, bzw. das Finden eines Lebenspartners zu einem schier unlösbaren Problem. Denn trotz der umwälzenden sozialen Veränderungen gibt es in China bis heute nur eine gesellschaftlich akzeptier te Form des Zusammenlebens: ‚Die Ehe / Familie‘

    Doch einer nationalen Studie zu folge leben allein in Chinas Städten 180 Millionen ledige Männer und Frauen. 92 Prozent der Befragten gaben an, dass sie heiraten wollen, noch bevor sie 27 sind und geraten deshalb unter enormen Druck. Denn nach erfolgreichem Studium und Übernahme in einem gut bezahlten Job, erwartet die chinesische Familie eben auch eine Hochzeit und das obligatorische Enkelkind.

    Doch die privaten Aspekte des Lebens fallen bei gebildeten und städtischen Chine- sen immer häufiger hinten über, denn die traditionellen Vorstellungen von Familie sind mit der Realität im Hochgeschwindigkeitskapitalismus immer schwerer ver- einbar. Um den Ansprüchen der Eltern doch noch gerecht zu werden, ist es nicht verwunderlich, dass die Partnerschaftsvermittlung in China einen Boom erlebt – in allen erdenklichen Facetten.