Metropolis 09.02.2008

Berlinale: Retrospektive Buñuel
Ein Beitrag von Julie Schrader

Nick Cave und seine Filmmusik
Ein Beitrag von Birgit Herdlitschke

Kino on the move – afrikanische Filmrealität im Fokus der Berlinale 2008
Ein Beitrag von Bettina Haasen

Bruce laBruce – Underground goes Lifestyle
Ein Beitrag von Thomas Fischer

Das Statement – Constantin Costa Gavras
Ein Beitrag von Julie Schrader

Schrille „Green Pornos“ – Isabella Rossellinis Handy-Filme auf der Berlinale
Ein Beitrag von Julia Riedhammer

Der politische Film lebt!
Ein Beitrag von Eva Rink und Maria Wischnewski

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    Metropolis 17.09.2011


Metropolis 09.02.2008

Berlinale: Retrospektive Buñuel
Ein Beitrag von Julie Schrader

Die Retrospektive der 58. Internationalen Filmfestspiele Berlin ehrt den 1983 verstorbenen spanischen Regisseur Luis Buñuel mit einer großen Werkschau seiner Filme.
Nach seinem Karrierestart in Frankreich, lebt Buñuel in den folgenden Jahren in Spanien und USA und geht in den 40er Jahren nach Mexiko, wo er wie viele andere spanische Intellektuelle und Künstler eine neue Heimat findet. Metropolis trifft Buñuels ältesten Sohn Juan Luis Buñuel in Paris und reden mit ihm über den aktuellen Dokumentarfilm über Buñuel „Das letzte Drehbuch“ von Javier Errada und Gaizka Urresti, der auf der Berlinale Uraufführung hat.

Nick Cave und seine Filmmusik
Ein Beitrag von Birgit Herdlitschke

Nick Cave ist 50 geworden. Vielseitiger als je zuvor arbeitet das Multi-Talent an den unterschiedlichsten Projekten wie an dreckigen Rock-Songs für sein „Männer-Projekt“, an seinem Musikalbum „Grinderman“ und an seinem neuen Album mit seiner langjährigen Band „The Bad Seeds“. Außerdem schreibt er selbst Film-Drehbücher, wie für den australischen Western „The Proposition“. Nick Cave hatte schon seit den 80er Jahren eine Affinität zu Filmen und Filmmusik. So spielte er mit Band bereits in Wim Wenders legendärem „Himmel über Berlin“ (1987);  für den düsteren Gefängnis-Thriller „Ghosts of The Civil Dead“ (1988) schrieb er nicht nur am Drehbuch mit, er verkörperte auch mit beeindruckender Intensität den psychotischen Häftling Maynard.  Metropolis porträtiert wir den coolsten 50jährigen Papa des Musikgeschäfts und redet mit ihm – passend zur Berlinale-Sendung – über seine Film-Musik, Filmrollen und über Gott, Drogen, Coolness, gute Ehen und seine Kreativität.

Kino on the move  – afrikanische Filmrealität im Fokus der Berlinale 2008
Ein Beitrag von Bettina Haasen

Gegenwart und Zukunft des afrikanischen Kinos ist in diesem Jahr einer der Schwerpunkte des Berlinale Talent Campus. Das Anliegen der Leiterin des Berlinale Talent Campus Dorothee Wenner ist es, „leere“ Regionen auf der Filmweltkarte zu fördern, gezielt Talente von dort einzuladen und sie zu unterstützen, ihre eigenen Projekte zu realisieren.
Einer der jungen Talente ist Teboho Edkins. Sein Kurzfilm „Kinshasa 2.0.“, ein Experiment zwischen Dokumentarischem und Second Life Animation, entstand aus der Not heraus, da es im Kongo damals nicht möglich war, Realität unter normalen Umständen einzufangen. Wir beobachten den dynamischen Filmemacher in einem 3D-Studio am Prenzlauer Berg in Berlin, wo er seinem Film gemeinsam mit Internetspezialisten den letzten Schliff verleiht. Ebenfalls bei der Berlinale eingeladen ist der mauretanische Filmliebhaber Abdourahmane Salem, der zum vierten Mal eine Kino-Karawane in seinem Land organisiert, um Filme auch jenseits urbaner Grenzen zu zeigen. Metropolis trifft den kreativen afrikanischen Kinovorführer in seiner Heimat Mauretanien und begleiten sein reisendes Kino auf seinem Weg durch das Land.

Bruce laBruce – Underground goes Lifestyle
Ein Beitrag von Thomas Fischer

Wie kann es anders sein – aus seinem Koffer tropft Blut. Bruce laBruce hat in sein Berlinale-Gepäck wieder Horror gepackt: seinen neuen Film über schwule Zombies mit Blut, Gewalt und Ekel. „Otto; or, Up with Dead People“ feiert auf der diesjährigen Berlinale Weltpremiere.
Seine Filme sind beliebt wie nie. Sex und Gewalt sind massenkompatibel. Aber keiner ist dabei so rigoros wie das kanadische Enfant Terrible der Schwulen-Szene Bruce laBruce. Doch so extrem sein neuer Film auch ist, so thematisch aktuell ist er. „Otto; or, Up with Dead People“ ist eine moderne Fabel über Einsamkeit, Leere und Fremdsein als Folge ungezügelten Konsums und Materialismus.
Mittlerweile ist Bruce laBruce mit seinen Exoten-Filmen zur Lifestyle-Ikone avanciert. Metropolis trifft den schwulen Underground-Regisseur in Kanada und fragt nach, wie es sich so lebt – zwischen Lifestyle und Underground.

Das Statement – Constantin Costa Gavras
Ein Beitrag von Julie Schrader

Der Regime-Kritiker (und Oscar-Preisträger) Constantin Costa-Gavras wird Jury-Präsident. Nach Roland Emmerich (2005), Charlotte Rampling (2006) und Paul Schrader (2007) übernimmt 2008 der Regisseur die Jury-Präsidentschaft der Berlinale, der 1969 mit „Z“ einen der Klassiker des politischen Film geschaffen hat: Constantin Costa-Gavras.
Metropolis trifft den Filmemacher und fragt nach der Notwendigkeit des politischen Films heute.

Schrille „Green Pornos“ – Isabella Rossellinis Handy-Filme auf der Berlinale

Ein Beitrag von Julia Riedhammer

Schrill ist Isabella Rossellinis Kurzfilm-Sammlung „Green Porno“, eine „Work in Progress“. Isabella Rossellini führte Regie und zeichnet als Co-Produzentin verantwortlich. Vor der Kamera präsentiert sie sich in den handykompatiblen Einminütern: schräg kostümiert als männliche Spinne, Libelle oder als Glühwürmchen, um der Frage nachzugehen: „Wie machen es die Insekten?“ (Rossellini). Die kleinen „Quickies“ sind als Vorprogramm zu „My Winnipeg“ dem neuen Film ihres Kollegen Guy Maddin und in einer assoziativen Installation auf dem Forum expanded zu sehen.
Metropolis trifft Isabella Rossellini in New York und geht ihrer Schwäche für die schräge Welt der Insekten auf den Grund.

Der politische Film lebt!
Ein Beitrag von Eva Rink und Maria Wischnewski

Eines der größten Ereignisse der Filmwelt, die Berlinale, ist eröffnet. Doch die Superstars der diesjährigen Berlinale kommen, so scheint es, allesamt aus der Musikbranche: von den Rolling Stones über Patti Smith bis Madonna präsentiert sich auch dieses Jahr die internationale Musikwelt auf dem roten Teppich. Bei soviel Musik-Prominenz sprechen alle von der Musik-Berlinale! Dahinter verschwindet fast das, wofür die Berlinale steht: ein ausgewiesen politisches Festival zu sein. Ist der Anspruch verschwunden, verwässert, wird das Festival seinem Ruf nicht mehr gerecht? Schon das internationale Wettbewerbsprogramm zeigt: der politische Film ist präsent  – vom Dokumentarfilm über den Blockbuster bis zum zurückhaltenden Autorenfilm. Metropolis stellt die interessantesten Filme der 58. Festspiele vor und stellt fest: hinter der Glamour-Kulisse ist die Berlinale noch immer DAS Festival des politischen Films. Wir haben uns umgesehen und zeigen: der politische Film lebt.

Schnitt: Jörg Nussbaum
Mischung: Florian Gehlen
Koordination ARTE G.E.I.E: Laurent ANDRES
Produktion: Philipp Weigold, Spencer Kiesow, Eva Fouquet
Redaktion: Julie Schrader, Christian Beetz
Redaktion ZDF: Martin PIEPER

Koproduktion

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