Metropolis 17.09.2011

Coco Chanel und ihre Verstrickungen mit dem Deutschen Reich
Ein Beitrag von Gabriele Denecke

Schädelkult – internationale Sonderausstellung zur größten Schädelsammlung der Welt
Ein Beitrag von Anne Lorenz

Caving – Die neue Extremsportart
Ein Beitrag von Frederik Fischer

App Art – Kunst als App
Ein Beitrag von Paul Krauskopf und Eva Schellenbeck

Von “Taste the Waste” zu “El Bulli”
Ein Beitrag von Anna Bolster und Sarah Maret

Thailands heilige Tattoos gehen unter die Haut
Ein Beitrag von Marc Eberle

Projekte


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    Metropolis 09.04.2011

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    Metropolis 31.05.2008

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    Metropolis 29.05.2010

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    Metropolis 07.03.2009


Metropolis 17.09.2011

Coco Chanel und ihre Verstrickungen mit dem Deutschen Reich
Ein Beitrag von Gabriele Denecke

Coco Chanel, die Verkörperung des guten Geschmacks, eine Nazi-Agentin? Ihr Parfum „Chanel No 5“ kennt jeder – aber was sich hinter dem Kürzel F-7124 verbirgt, das war lange ein Geheimnis. Es ist Coco Chanels Agentenname für den deutschen NS-Geheimdienst! Gerüchte über die Verstrickungen von Coco Chanel ins Agentennetz der Nazis gab es schon lange, die wurden aber von ihren Anwälten erfolgreich vom Tisch gewischt. Jetzt hat der ehemalige amerikanische Geheimdienstoffizier Hal Vaughan in seinem Buch „Coco Chanel – Der schwarze Engel“ viele bislang unbekannte Dokumente veröffentlicht, die belegen: Coco Chanel war eine Kollaborateurin, die aus jeder Liaison geschäftlichen Gewinn zu schlagen wusste.

Schädelkult – internationale Sonderausstellung zur größten Schädelsammlung der Welt
Ein Beitrag von Anne Lorenz

„Sein oder Nichtsein?“ Darüber fängt der Mensch an zu grübeln, wenn er einen Totenschädel sieht. Der Anblick konfrontiert uns auf unheimliche Weise mit der eigenen Endlichkeit – und fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden: als Reliquie, als Trophäe – oder, wie heute vor allem: als Mode-Accessoire. Ab Oktober zeigt das Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museum eine große Ausstellung rund um den „Schädelkult“ – Ein Jahrhundert-Ereignis, das Metropolis zusammen mit dem Leiter des „German Mummy Projects“ Wilfried Rosendahl exklusiv begleitet.

Caving – Die neue Extremsportart
Ein Beitrag von Frederik Fischer

Die Höhle war so was wie das Fertighaus der Steinzeit: Die Menschen fanden Schutz vor schlechtem Wetter und vor Angreifern, man konnte Dinge dort lagern – und die Wände bemalen. Heute begeben sich manche Menschen immer noch gern in Höhlen – aber aus ganz anderen Motiven, vor allem aus Abenteuerlust. „Caving“ heißt die neue Extremsportart des modernen Höhlenmenschers, der magisch angezogen wird von Dunkelheit, Schmutz und beklemmender Enge. Metropolis begleitet junge Caver auf ihrer Höhlen-Tour in Bayern und fragt, was es mit dem Drang neue, unerforschte Plätze zu entdecken, auf sich hat.

App Art – Kunst als App
Ein Beitrag von Paul Krauskopf und Eva Schellenbeck

Kunst verlässt den White Cube des Museums und wandert in die Hosentaschen von Millionen von Menschen – als App Art, digitale Kunst für das Smartphone. Metropolis trifft den digitalen Künstler Rainer Kohlberger und schaut ihm beim Schaffensprozess über die Schulter. Gemeinsam mit Peter Weibel, Direktor des ZKM Karlsruhes, und Kunstkritiker Marc Gloede geht Metropolis der Frage auf den Grund, was genau mit der Kunst auf dieser neuen Plattform passiert, die unsere gewohnten Vorstellungen von Kunst, Ausstellungsraum und Betrachten auf den Kopf stellt. Ein wichtiger neuer Schritt für die digitale Kunst – oder nur eine kurzlebige Spielerei?

Von “Taste the Waste” zu “El Bulli”
Ein Beitrag von Anna Bolster und Sarah Maret

Bis zu 50 Prozent aller Lebensmittel, die in Europa produziert werden, landen auf dem Müll. Gleichzeitig geben viele Europäer hunderte von Euros für ein Menü im Molekular-Restaurant El Bulli aus, wo Lebensmittel durch chemische Zusatzstoffe in Szene gesetzt werden. Die zwei neuen Dokumentarfilme „Taste the Waste“ und „El Bulli – Cooking in Progress“, beleuchten die Extreme unserer Esskultur. Anlass für Metropolis, unseren Essgewohnheiten auf den Grund und zu fragen: was essen wir eigentlich wirklich? Wie wurden Esswaren zu industriellen Produkten? Und weshalb brauchen wir Menus aus der experimentellen Molekularküche? Metropolis trifft den Gastrokritiker und Autor des Buches „In Teufels Küche“ Jörg Zipperick. Er wirft mit uns einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Gastroszene und gibt darüber Aufschluss, wie chemische Additive den Weg in die Küchen angesehener Restaurants fanden.

Thailands heilige Tattoos gehen unter die Haut
Ein Beitrag von Marc Eberle

Tätowierungen sind seit langem in Mode. Noch nie aber waren sie so alters- und klassenübergreifend verbreitet wie heute. Doch während in Europa das Tattoo vor allem eine modische Laune oder ein Accessoire ist, haben Tattoos in Südostasien eine ganz andere, viel tiefere Bedeutung. Sogenannte „Sak Yant“, religiöse Tattoos, gelten in Laos, Kambodscha und Thailand als heilig. Sie werden als Schutztätowierungen von Soldaten beispielsweise getragen, weil sie angeblich unverwundbar machen und vor feindlichen Kugeln schützen und von Mönchen, da sie auch vor dem Bösen schützen. Der deutsche Reisejournalist Tom Vater lebt seit 11 Jahren in Bangkok. Gemeinsam mit der thailändischen Fotografin Aroon Thaewchatturat veröffentlichte er ein Buch über die heiligen Schutztattoos: „ Sakred Skin, Thailand’s Spirit Tattoos“.

Moderation: Anja Höfer
Tonmischung: Jörg Höhne
Koordination ARTE G.E.I.E.: Marco Nassivera, Christophe Huber
Redaktion: Sabine Bubeck-Paaz, Martin Pieper
Producer: Anahita Nazemi
Produzent: Christian Beetz

Koproduktion

zdf_logo_dummy Kopie Arte G.E.I.L.E.