Schön kann jeder!

Del ist das hässlichste Model der Welt. Nach einer einsamen Kindheit erlangte er plötzlich kurzen Weltruhm. Doch der Höhenflug währt nur wenige Jahre. Heute wandelt er zwischen nur noch vereinzelten Modeljobs und einem Leben als Sozialhilfeempfänger in einem Berliner Randbezirk. Seine zweite und vielleicht letzte Chance: Die Gründung einer eigenen Agentur für hässliche Models. Wir begleiten Del bei seiner sympathischen Mission: David gegen Goliath. Dels Reise spiegelt auf zugespitzte Weise unser Aller täglichen Kampf wieder. Den Kampf, jemand zu sein in einer Welt, deren Ideale und Erwartungen niemand mehr erfüllen kann.

News

  • 11/2014 - SCHÖN KANN JEDER – jetzt bei iTunes

    Unseren Film über Del Keens, das „hässlichste Model der Welt“, und seine Agentur Misfit Models gibt es ab jetzt im [...]

    Unseren Film über Del Keens, das „hässlichste Model der Welt“, und seine Agentur Misfit Models gibt es ab jetzt im US-amerikanischen iTunes-Store. Begleiten Sie den sympathischen Briten auf seiner Suche nach der Schönheit des Ungewöhnlichen!

    Grüße von Del
    Download bei iTunes
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  • 06/2014 - Vier Produktionen und eine Weltpremiere beim Lubuskie Filmsommer

    Wir freuen uns sehr, dass gleich vier unserer Produktionen beim Lubuskie Filmsommer in Lagow, Polen gezeigt werden. „Pretty Ugly“ wird dort [...]

    Wir freuen uns sehr, dass gleich vier unserer Produktionen beim Lubuskie Filmsommer in Lagow, Polen gezeigt werden. "Pretty Ugly" wird dort in Anwesenheit des Regisseurs Jan Tenhaven seine Weltpremiere feiern und läuft ebenso wie "Bevor der letzte Vorhang fällt" in der Competition. "Mittsommernachtstango" und "Wochenendkrieger" sind für das Panorama Set angenommen. Der Lubuskie Filmsommer findet zum 43. Mal statt und bietet neben den Screenings internationaler Filme ein Rahmenprogramm mit verschiedenen Foren und Podiumsdiskussionen mit Filmschaffenden aus aller Welt.

    Lubuskie Filmsommer
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    Mittsommernachtstango auf Facebook
    Wochenendkrieger auf Facebook



Schön kann jeder!

Was ist schön? Was ist hässlich? Diese uralte Menschheitsfrage hat eine neue Dimension bekommen. Kosmetische Chirurgie, Botox und Photoshop – nie war es so einfach, sein Aussehen gezielt zu manipulieren, um dem Ideal des makellosen Körpers näher zu kommen.

Der Druck auf die Hässlichen, Hühnerbrüstigen, Faltigen und Unsportlichen wird größer. Auf der anderen Seite bilden sich immer mehr Gegenentwürfe, die wiederum selbst schon in der Welt der Eitelkeiten ihren Platz gefunden haben, in Mode, Werbung und Popkultur. Es existiert offensichtlich ein Bedarf nach dem Unperfekten und Authentischen. Doch sind dies ehrliche Versuche mit den gängigen Schönheitsidealen zu brechen oder nur aufmerksamkeitsheischende Koketterien, die unsere Schönheitsideale erneut bestätigen? Wer benutzt wen? Die Welt der Eitelkeiten ist schnelllebig, Schrilles schnell verbrannt. Ist es für die Unperfekten wirklich möglich aus dieser Welt langfristig auszubrechen?

Als hässlicher, verspotteter Arbeitersohn aus Südlondon gelingt Del der unglaubliche Aufstieg als Fotomodel für bekannte Marken. Doch der Höhenflug währt nur wenige Jahre, Del verliert Jobs und Freundin und fällt zurück in die Bedeutungslosigkeit. Seine zweite und vielleicht letzte Chance: Die Gründung einer eigenen Agentur für hässliche Models. David gegen Goliath. Dels Reise spiegelt auf zugespitzte Weise unser Aller täglichen Kampf wieder. Den Kampf, jemand zu sein in einer Welt, deren Ideale und Erwartungen niemand mehr erfüllen kann.

„Schön kann jeder!“ macht auf rotzig-freche Weise einen Gegenentwurf zum Schönheitswahn. Del Keens, das vielleicht hässlichste Fotomodel der Welt, führt uns mit anarchischem Witz durch den Kosmos der Unperfekten. Die ewige Frage nach der typischen Schönheit erscheint uns bald ziemlich piefig; wohl aber drängt sich eine neue Frage auf: Sind Del und seine Freunde wirklich eine ernster Trend zu mehr Authentizität – oder nur Freakshow? Harmlose Hofnarren im Reich des König Botox?

Buch & Regie: Jan Tenhaven
Mit Del Keens, Marie Glaser, Udo Hoffmann und Boris Ekowski

Kamera: Thomas Schneider, Tanja Häring
Ton: Thomas Funk
Zweite Kamera & Farbkorretur: Falco Seliger
Montage: Kristine Langner
Musik: SLIXS
Produzent: Christian Beetz
Producer: Georg Tschurtschenthaler, Susanne Radelhof
Redaktion WDR/arte: Lena Brochhagen, Christiane Hinz
Herstellungsleitung: Kathrin Isberner
Produktionsleitung: Nick Pastucha
Produktionskoordination: Anique Roelfsema
Produktionsassistenz: Kris Riebesel, Zora Nessl, Veronika Greskamp
Postproduktionsleitung: Philipp Weigold
Schnittassistenz: Hannes Sternkiker, Leonard Israel
Tonpostproduktion: Studio Mitte / Jörg Höhne
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne, Sandra Zentgraf

Koproduktion

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Förderer

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  • Schön kann jeder

    Lubuskie Film Sommer - Lagow - Polen
    02. Juli 2014 um 20:00 Uhr

  • Erstausstrahlung "Schön kann jeder!"

    arte
    29. August 2014 um 22:45 Uhr

  • Schön kann jeder!

    arte
    12. Juni 2015 um 22:55 Uhr

  • Schön kann jeder!

    arte
    22. Juni 2015 um 02:50 Uhr

  • Schön kann jeder!

    WDR
    10. Juli 2015 um 23:15 Uhr

  • Schön kann jeder!

    EinsFestival
    16. Dezember 2015 um 15:00 Uhr

  • Schön kann jeder!

    EinsFestival
    17. Dezember 2015 um 05:30 Uhr

  • Schön kann jeder!

    EinsFestival
    19. Dezember 2015 um 07:50 Uhr

  • Schön kann jeder!

    WDR
    01. März 2016 um 00:10 Uhr

  • Schön kann jeder!

    ORF 3
    14. März 2016 um 22:00 Uhr

  • Schön kann jeder!

    ORF 3
    15. März 2016 um 02:50 Uhr

  • Schön kann jeder!

    ORF 3
    15. März 2016 um 11:20 Uhr

  • Frankfurter Rundschau, 30. August 2014 (Harald Keller)

    Jan Tenhaven montiert seinen Film dramaturgisch geschickt und zieht immer neue Überraschungen aus dem Ärmel. Und der Betrachter kann nicht anders, als seine Ressentiments zu hinterfragen. ...Fast ist man geneigt, diesen mit der Musik des Vokalensembles Slixs klug untermalten und spannend strukturierten Dokumentarfilm als Schulstoff zu empfehlen.

  • Süddeutsche.de, 29. August 2014 (Thorsten Glotzmann)

    Er führt seine Protagonisten nicht vor, er lässt sie erzählen, weil sie etwas zu erzählen haben. ...Bei aller Sympathie für Del Keens blendet Regisseur Tenhaven eines nicht aus: die Kommerzialisierung der zur Schau gestellten "Hässlichkeit".