Wadans Welt – Von der Würde der Arbeit

Ein Dokumentarfilm über den Wert von Arbeit.

News

  • 11/2012 - Vorführung "Wadans Welt" in Hamburg

    In der Reihe `Der politische Film´, initiiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, ist unser Kinodokumentarfilm „Wadans Welt“ am 5. November um 19 [...]

    In der Reihe `Der politische Film´, initiiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, ist unser Kinodokumentarfilm "Wadans Welt" am 5. November um 19 Uhr im Lichtmeß Kino in Hamburg zu sehen. Im Anschluss an den Film diskutieren der Filmemacher, der Geschäftsführer von Blohm + Voss sowie der Bezirksleiter IG Metall Küste darüber, was die Wirtschaft im Menschen hinterlässt. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bei dem Julius-Leber-Forum möglich.

    Julius-Leber-Forum


  • 05/2012 - "Wadans Welt" beim Filmfestival Genua - 'Best of DOK Leipzig'

    Wir freuen uns, dass unser mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichneter Kino-Dokumentarfilm „Wadans Welt“ beim 12. Genova Film Festival (2. bis [...]

    Wir freuen uns, dass unser mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichneter Kino-Dokumentarfilm "Wadans Welt" beim 12. Genova Film Festival (2. bis 8. Juli 2012) vorgeführt wird. Das Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm präsentiert den Film im Rahmen von "Best of DOK Leipzig".

    Genova Film Festival


  • 01/2012 - "Wadans Welt" zieht die Wild Card

    Der mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnete Dokumentarfilm „Wadans Welt – Von der Würde der Arbeit“ zieht die Wild Card im [...]

    Der mit dem Deutschen Kamerapreis ausgezeichnete Dokumentarfilm "Wadans Welt - Von der Würde der Arbeit" zieht die Wild Card im Wettbewerb um den Deutschen Filmpreis 2012. Wir drücken erneut die Daumen!

    Deutscher Filmpreis



Wadans Welt – Von der Würde der Arbeit

Wismar, 120 km östlich von Hamburg, 45.000 Einwohner, das Einkommen jeder dritten Familie hängt von der Wadan Werft, dem einzigen Großbetrieb in der Region ab. Im August 2008 übernimmt ein russischer Investor den Traditionsbetrieb, die Zukunft der Werft scheint gesichert. Kurz danach trifft die Finanz- und Wirtschaftskrise, irgendwo im fernen Amerika begonnen, die alte  Hansestadt mitten ins Herz, 5.000 Arbeitsplätze sind bedroht.

Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Wir begleiten eine Gruppe von Schweißern durch die turbulenten Monate und erfahren ganz unmittelbar, dass der Verlust des Arbeitsplatzes viel mehr bedeutet als Einkommensverlust. „Zum Schiffbauer musst man geboren sein“, sagt einer der Protagonisten und trifft das, was in der Region seit Jahrzehnten gilt: Schiffbauer ist ein stolzer Beruf, der oft über Generationen weiter gegeben wird, er hat mit Würde und Qualität zu tun und prägt die Identität der ganzen Küstenregion.

Wir begleiten die Arbeiter, die Eigner und den Insolvenzverwalter beim Ringen um den Erhalt der Werft, erleben deren Auf und Ab zwischen Ohnmacht, Wut, Trauer und Hoffnung. 18 Monate Drehzeit, 120 Stunden Material, in denen die persönlichen Erschütterungen einer für viele  abstrakt gebliebenen Krise erlebbar werden. Die Wadan-Werft geht unter und wird mit neuem Besitzer und Namen wieder aufgemacht. Einige unserer Protagonisten kommen zurück in ihren Betrieb, allerdings zu deutlich schlechteren Bedingungen. Wir waren bei der letzten Schicht vor der Insolvenz dabei und bei der ersten nach dem Neubeginn.

Der Film geht dem nach, was diese Krise hinterlässt. Der Verlust trifft das Wertgefüge, teilt Menschen in scheinbar Überlegene und Verlierer, in Menschen mit Arbeit und in Menschen ohne Arbeit. „Alles ist anders“, sagt einer von ihnen und meint das Gefühl in seiner Brust.

Regie: Dieter Schumann
Buch: Dieter Schumann, Jochen Wisotzki
Konzeptionelle Mitarbeit: Niels Reise
Kamera: Rainer M. Schulz
Ton: Rainer Maria Viltz, Arne Papenhagen
Schnitt: Gudrun Steinbrück
Musik: Nils Kacirek
Sounddesign: Roman Vehlken
Produzent: Christian Beetz
Producer: Georg Tschurtschenthaler
Koproduzent: Dieter Schumann
Herstellungsleitung: Kathrin Isberner
Filmgeschäftsführung: Daniela Schöne
Technische Leitung: Philipp Weigold
Produktionsleiter: Ruth Stegemann
Produktionsassistent: Nick Pastucha, Anna Bolster
Schnittstudio: art.movies Wismar
Titeldesign: Berhard Kübel

Koproduktion

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Förderer

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  • Wadans Welt

    DOK Leipzig, Deutscher Wettbewerb - Leipzig, Deutschland
    22. Oktober 2010 um 19:30 Uhr

  • Wadans Welt

    52. Nordische Filmtage Lübeck 2010 - Lübeck, Deutschland
    06. November 2010 um 20:15 Uhr

  • Wadans Welt

    Landesvertretung MV - Berlin
    13. Februar 2011 um 18:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Lichtmesskino, Dokfilmwoche - Hamburg
    07. April 2011 um 18:00 Uhr

  • Wadans Welt

    TIFF Bell Lightbox 4, Hot Docs - Toronto, Kanada
    02. Mai 2011 um 18:15 Uhr

  • Wadans Welt

    Cumberland 3, Hot Docs - Toronto, Kanada
    04. Mai 2011 um 13:15 Uhr

  • Wadans Welt

    Capitol 3, filmkunst MV - Schwerin
    06. Mai 2011 um 20:45 Uhr

  • Wadans Welt

    City 3, DOK.fest - München
    07. Mai 2011 um 14:30 Uhr

  • Wadans Welt

    Capitol 5, filmkunst MV - Schwerin
    08. Mai 2011 um 16:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Stadttheater - Wismar
    08. Mai 2011 um 17:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Kinoteka, Beldocs - Belgrad, Serbien
    09. Mai 2011 um 21:00 Uhr

  • Wadans Welt

    ARRI Kino, DOK.fest - München
    09. Mai 2011 um 21:30 Uhr

  • Wadans Welt

    Hansa Filmtheater - Rostock
    14. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    HANSA, FISH-Festival - Rostock
    14. Mai 2011 um 20:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Lichtspiel Wundervoll - Rostock
    16. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    3001 - Hamburg
    15. Mai 2011 – 18. Mai 2011

  • Wadans Welt

    Kino im Filmbüro - Wismar
    18. Mai 2011 um 19:30 Uhr

  • Wadans Welt

    Capitol - Schwerin
    19. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Cinestar - Greifswald
    19. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Cinestar - Stralsund
    19. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    HDW Werft, Sonderveranstaltung - Kiel
    19. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Kino im Filmbüro - Wismar
    19. Mai 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Capitol - Schwerin
    19. Mai 2011 um 17:30 Uhr

  • Wadans Welt

    Cinestar - Greifswald
    20. Mai 2011 um 14:30 Uhr

  • Wadans Welt

    Cinestar - Stralsund
    20. Mai 2011 um 14:45 Uhr

  • Wadans Welt

    Kommunales Kino - Kiel
    19. Mai 2011 – 22. Mai 2011

  • Wadans Welt

    Filmtheater - Ludwigslust
    02. Juni 2011 – 08. Juni 2011

  • Wadans Welt

    Acud - Berlin
    02. Juni 2011 – 15. Juni 2011

  • Wadans Welt

    Brotfabrik - Berlin
    02. Juni 2011 – 15. Juni 2011

  • Wadans Welt - Premiere Hamburg

    Zeise-Kino - Hamburg
    15. Juni 2011 um 20:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Metropolis - Hamburg
    16. Juni 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Metropolis - Hamburg
    17. Juni 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Screen 4, OpenCity - London, Großbritannien
    17. Juni 2011 um 21:10 Uhr

  • Wadans Welt

    Krokodil - Berlin
    16. Juni 2011 – 29. Juni 2011

  • Wadans Welt

    Babylon Mitte - Berlin
    05. Juli 2011 um 20:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Babylon Mitte - Berlin
    13. Juli 2011 um 19:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Babylon Mitte - Berlin
    15. Juli 2011 um 18:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Babylon Mitte - Berlin
    24. Juli 2011 um 19:45 Uhr

  • Wadans Welt

    Kino Boizenburg - Boizenburg
    14. Juli 2011 – 27. Juli 2011

  • Wadans Welt

    Burgtheater - Ratzeburg
    01. August 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Babylon Mitte - Berlin
    10. August 2011 um 19:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Krokodil - Berlin
    22. August 2011 um 00:00 Uhr

  • Wadans Welt

    Odeon Kino - Mannheim
    25. November 2011 um 21:00 Uhr

  • Wadans Welt

    "Best of DOK Leipzig" - Genova Film Festival
    02. Juli 2012 – 08. Juli 2012

  • Wadans Welt

    Lichtmeß Kino - Hamburg
    05. November 2012 um 19:00 Uhr

  • Youtube

    Rainer M. Schulz wird mit dem Deutschen Kamerapreis 2011 geehrt, Günter Wallraff hält die Laudatio

  • Auszug aus der Laudatio von Günter Wallraff für Rainer M. Schulz beim Deutschen Kamerapreis

    "Der Kameramann und sein Freund, der Regisseur, waren so dicht am Geschehen, dass dieser Film auch ein Zeitdokument ist, was man vielleicht erst in einigen Jahrzehnten richtig zu schätzen weiß. Wenn wieder andere Sehgewohnheiten diesem beschleunigten und in vielem auch oberflächlichen Fernsehgeschehen entgegengesetzt werden, wenn wir in einer anderen Zeit leben, dann werden solche Klassiker richtig zur Geltung kommen. Dieser Film ist wirklich eine ganz große Leistung! [...] Es bedarf solcher Künstler, wie Rainer M. Schulz einer ist, damit Dokumentationen zu Kunstwerken werden. [...] Dieser Film ist gleichzeitig ganz nah dran, ist eine ganz realistische Schilderung und trotzdem voller Poesie."

  • NDR Audio Filmtipp

    "100 Minuten fiebert der Zuschauer mit den Werftarbeitern aus Wismar mit ... WADANS WELT ist eine packende Dokumentation über den Schiffbau, den Alltag in Mecklenburg und - wie es im Untertitel heißt - die Würde der Arbeit."

  • Schweriner Volkszeitung

    "Dieter Schumann überlässt den Arbeitern den Raum, zeigt ihre Existenzangst, ihre Hoffnung auf die Versprechen von Investoren und Politikern. Er dokumentiert die 'Macht und Ohnmacht der Gewerkschaften' und das Unvermögen von Unternehmern, das Minenfeld Schiffbau zu meistern. Ob die Werftenstandorte an der Ostseeküste mit Dauer-Subventionen am Ende doch nur ein Fass ohne Boden sind? Im Angesicht der Werftarbeiter erscheint dem Zuschauer diese Frage nicht mehr legitim."

  • Jurybegründung DOK.fest

    „WADANS WELT scheint aus einer vergehenden Welt zu stammen: er zeichnet die Geschichte eines Traditionsunternehmens in Mecklenburg-Vorpommern, das in den vergangenen Jahren Spielball von wechselnden Investoren wurde. Im Mittelpunkt von Dieter Schumanns visuell wuchtigem Film stehen Würde und Ethos der Arbeit und die Verlorenheit des Menschen in einer globalisierten Welt, seine Ohmacht inmitten eines übermächtigen Geflechts aus wirtschaftlichen Interessen. Dabei gelingen ihm symbolträchtige Szenen, die die Veränderung der Arbeitswelt ohne Klischees deutlich machen. Die Nähe zu den Protagonisten weckt Empathie, gleichzeitig zeigt dieses außergewöhnliche Werk aber in schmerzlicher Intensität auch die Zerbrechlichkeit von Freundschaft und Solidarität. Denn härter als die Arbeit ist es, sie zu verlieren.“

  • Der Spiegel

    "Wie die stolzen Schiffbau-Facharbeiter Spielball von Investoren werden und Würde und Selbstwert verlieren, schildert die Langzeit-Doku des Mecklenburger Filmemachers Schumann einfühlsam und bedrückend."

  • ARD

    Beitrag zu Wadans Welt von der Dok Leipzig

  • Hans-Jörg Rother, FAZ

    “WADANS WELT”, stilsicher fotografiert von Rainer M. Schulz, konfrontiert immer wieder die beeindruckende Größe der Fertigungshalle, wo die Arbeiter zum Krisenrapport antreten, mit den kleinen Wohnverhältnissen, in denen die beengten Lebensmöglichkeiten gleichsam ihren visuellen Ausdruck finden."

  • der Freitag

    "Aber das heißt nicht, dass es keinen würdigen Gewinnerfilm gegeben hätte: Mit Wadans Welt feierten Dieter Schumann und sein Dramaturg Jochen Wisotzki mehr als 20 Jahre nach dem damals aufrührerischen DDR-Musikszenenportrait 'Flüstern und Schreien' eine bemerkenswerte Rückkehr nach Leipzig."